Herkunftskennzeichen
So funktioniert die Kennzeichnung
Wir stellen vor: Die Zeichenfamilie „Herkunftskennzeichen Deutschland“ ermöglicht eine einheitliche Kennzeichnung von Agrarprodukten und Lebensmitteln, die in Deutschland produziert und verarbeitet werden. Für Monoprodukte sowie für Erzeugnisse, deren wertbestimmende Zutaten und alle kennzeichnungsfähigen Rohstoffe aus Deutschland stammen, steht das Zeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ zur Verfügung. Auch bei verarbeiteten Produkten können die eingesetzten landwirtschaftlichen Ausgangsrohstoffe gesondert ausgewiesen werden. Ab dem 01.01.2026 kann hierfür das Zeichen „Rohstoff aus deutscher Landwirtschaft“ genutzt werden.
Diese Kennzeichen wurde von den Mitgliedern der “Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft“(ZKHL) mit einer breit getragenen Branchenvereinbarung ins Leben gerufen und hat mehrere wichtige Ziele:
- bessere Sichtbarkeit von Erzeugnissen der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft mit einheitlicher und verständlicher Kennzeichnung
- Förderung der Wertschätzung für hochwertige Lebensmittel
- Beitrag zur Zukunftsfähigkeit und zum Ansehen einheimischer landwirtschaftlicher Betriebe
- Verbesserung der Zusammenarbeit in der Lebensmittelkette
Herkunftskennzeichen im Milchsektor
Damit ein Produkt das Herkunftskennzeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ tragen darf, müssen alle wichtigen Produktionsschritte nachweislich in Deutschland durchgeführt werden. Für die Milchprodukte Trinkmilch, Joghurt pur, Quark pur sowie ggf. weiterer Erzeugnisse bedeutet das:
- Das Melken der Kühe erfolgt in deutschen Milchviehbetrieben
- Die Milch wird an deutschen Molkereistandorten verarbeitet
- Die Verpackung der Milchprodukte findet ebenfalls in Deutschland statt
Rohstoff-Zeichen Milch
Mit dem Rohstoff-Zeichen können in Produkten mit mehreren Zutaten gezielt landwirtschaftliche Rohstoffe mit deutscher Herkunft ausgelobt werden. Dies ermöglicht eine breitere Zeichennutzung und erhöht die Sichtbarkeit der landwirtschaftlichen Erzeugnisse in weiter verarbeiteten Produkten.
Milchprodukte können mit dem Zeichen „Milch aus deutscher Landwirtschaft“ versehen werden, wenn mindestens der Erzeugungs- und Produktionsschritt des Melkens allein in Deutschland vollzogen wurden.
Unsere Kontrollen: Garantiert deutsche Herkunft
Die Einhaltung der ZKHL-Kriterien wird über Prüfsysteme kontrolliert, die bereits in der Wertschöpfungskette etabliert sind. Im Milchsektor ist dies zum Beispiel QM-Milch. So können grundsätzlich die bereits bekannten und zugelassenen Zertifizierungsstellen in Kombi-Audits die Kontrollen in den Verarbeitungsbetrieben durchführen. Diese Überprüfungen sorgen dafür, dass alle Schritte der Produktion transparent und nachvollziehbar sind. QM-Milch und die zugelassenen Zertifizierungsstellen kooperieren wiederum mit der ZKHL und übernehmen für diese die notwendige organisatorische Abwicklung von Kontrollen und Informationsfluss.
Teilnahme am Herkunftskennzeichen
Molkereien, welche über QM-Milch am Herkunftskennzeichen Deutschland teilnehmen wollen, registrieren sich bei der ZKHL (https://herkunft-deutschland.de/fuer-zeichennutzer-2/registrierung/ und melden sich anschließend zur Prüfung bei QM-Milch e.V.
unter herkunft@qm-milch.de oder +49 30 31904213 an.
